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Gesundheitsreform

 

Die meisten verdrehen die Augen, wenn sie auch nur das Wort Gesundheitsreform hören. Denn meist werden damit Beitragserhöhungen verbunden. Hierbei ist es egal, ob es sich dabei um die Versicherungsbeiträge um Zuzahlungsbeiträge, oder um die Praxisgebühr handelt. Geld ist Geld und es wird schwer verdient. Dass man bei Erhöhungen erstmal skeptisch dreinschaut, ist vollkommen normal und auch verständlich. Doch wollen wir der Sache mal auf den Grund gehen. Von Zeit zu Zeit ist es erforderlich, dass das Gesundheitssystem eines Landes reformiert wird. Auch Deutschland bildet hier keine Ausnahme. Auch wenn man sich als Patient, bzw. als Versicherter über die Beitrags- und Zuzahlungserhöhungen ärgert, sollte man auch dabei daran denken, dass die Gesundheitsreform dazu dient, die medizinische Versorgung zu verbessern. Medizinische Leistungen benötigen eine Finanzierung, ohne geht es nun mal nicht. Zudem werden bei der Gesundheitsreform gesetzliche Eingriffe in die Rahmenbedingungen der Krankenkassen vorgenommen. Neben den Nachteilen (meist werden ja nur die am stärksten wahrgenommen) bringt die Reform auch Vorteile für die Versicherten. Und ob wir es wahrhaben wollen, oder nicht, diese überwiegen.


So sieht die Gesundheitsreform 2007 aus:
 

Es wurde beschlossen, dass ab dem 1. Januar 2009 alle Bürger und Bürgerinnen dazu verpflichtet sind, eine Krankenversicherung abzuschließen. Dies war bisher nicht der Fall. Auch die Eigenverantwortung wird von den gesetzlichen Krankenkassen nun belohnt. Für schwer kranke bringt die Gesundheitsreform auch Besserung. In der Palliativmedizin sollen Verbesserungen durchgeführt werden. Wie diese aussehen sollen, darüber informieren die gesetzlichen Krankenkassen. Ebenso erhält der Versicherte das Recht auf eine Rehabilitation und zwar zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Krankenkassen erhalten die Möglichkeit mit den Herstellern von Pharmazeutischen Produkten günstigere Rabattverträge auszuhandeln. Impfungen und Kuren galten bisher nicht als Pflichtleistung der gesetzlichen Krankenkassen. Dies soll sich nun auch ändern. Dies sind nur einige wenige Punkte, die die neue Gesundheitsreform mit sich bringt. Über weitere Punkte informieren alle gesetzlichen Krankenkassen ausführlich.
 

Bereits in der Vergangenheit haben Versicherte auf der eigenen Haut die Auswirkungen der Gesundheitsreformen gespürt. Am 1. Januar 2004 wurde die Praxisgebühr eingeführt. 10 Euro pro Quartal ist nicht viel, wenn es um die eigene Gesundheit geht. Meist kann man dann mit einer Überweisung zu einem anderen Arzt gehen und dort muss man die 10 Euro nicht erneut bezahlen. Eine Ausnahme bilden hierbei Zahnärzte, denn hierfür werden in der Regel keine Überweisungen ausgestellt. Also noch mal 10 Euro. Doch in Anbetracht neue medizinischen Methoden und Gerätschaften können wir eigentlich dankbar sein, dass unser Gesundheitssystem regelmäßig reformiert wird. So wird den Versicherten eine bessere medizinische Versorgung gewährleistet, die Krankenhausaufenthalte werden immer kürzer. Hierzu ein Vergleich: Eine Patientin leidet unter Gallenkoliken, die Gallenblase muss entfernt werden. Noch vor einigen Jahren war das ein großer Eingriff, dessen Spuren unübersehbar waren. Eine riesige Narbe quer über den Bauch, zusätzlich dazu Belastungen wie Narkose, Wundheilung, mindestens 1 Woche bis 10 Tage Krankenhausaufenthalt. Heute wird so eine Operation Minimalinvasiv  durchgeführt. Am Ende der Operation sieht man nur noch 4 kleine Schnitte, die deutlich schneller verheilen und nach einer Zeit kaum noch sichtbar sind, der Krankenhausaufenthalt reduziert sich auf knappe 5 Tage, also etwa auf die Hälfte. Solche Entwicklungen entlasten nicht nur die Krankenhäuser und das medizinische Personal, sondern vor allen Dingen den Patienten.

Gesundheitsreform ist also zum größten Teil zum Vorteil der Patienten und den Versicherten. Auch, wenn es eine Erhöhung der Versicherungs- und Zuzahlungsbeiträge bedeutet.

 
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